Das Sakrament der Firmung

Gefirmt sein: Von nun an aus eigener Bereitschaft offen und authentisch als Christ leben und seinen Glauben weitergeben. Das Sakrament der Firmung markiert gewissermaßen den Beginn des christlichen Weges in der Öffentlichkeit: Es symbolisiert den Übergang vom Kindsein zum Erwachsenwerden und stellt somit ein wichtiges Ereignis im Leben eines jungen Menschen dar.

I.     Das Wort „Sakrament“ und seine Bedeutung in der katholischen Kirche

Das lateinische Wort „sacramentum“ war ursprünglich die Bezeichnung für den Fahneneid, mit welchem ein Soldat ins Militär aufgenommen wurde – ein ähnlicher Vorgang also wie die Aufnahme eines Christen in die Kirche durch die Taufe. Allerdings bezog sich die frühe Kirche mit der Verwendung des Wortes „sacramentum“ nicht allein auf das militärische Aufnahmeritual, sondern übersetze damit zugleich auch das griechische Wort „Mysterium“ (Geheimnis“).

Gemäß des Verständnisses der katholischen Kirche bringen die Sakramente die Menschen an je besonderen Stationen ihres Lebens in spezieller Weise mit Gott in Verbindung: Sie sind Lebenszeichen und Symbolhandlungen, die das Handeln Gottes im Leben des Menschen symbolisieren und wirksam werden lassen.

II.    Das Sakrament der Firmung

Das Sakrament der Firmung wird auch als „Sakrament des Heiligen Geistes“ betitelt: Es ist jene Symbolhandlung, in welcher die Kirche für einen Getauften in besonderer Weise das Wirksamwerden des Heiligen Geistes erbittet. In diesem Sinne bezieht sich die Firmung nicht nur auf die Taufe, indem in ihr das von Eltern und Paten bei der Taufe geleistete Glaubensbekenntnis bestätigt wird, sondern ist vielmehr als Vollendung derselben zu betrachten.

Durch Handauflegung und Salbung durch den (Weih-)Bischof wird der Heilige Geist auf den Firmling übertragen. Da der Spender des Sakramentes in der Regel ein Bischof ist, wird in der Firmung zudem die Verbindung des einzelnen Gläubigen zu Bistum und Weltkirche sichtbar.

Die Firmung zählt ebenso wie Taufe und Eucharistie zu den sogenannten „Einführungssakramenten“.