Nachrichten aus dem Dekanat – für das Dekanat

Hungertuchwallfahrer fit und bereichert aus Köln zurück

MISEREOR-Fastenaktion hat wichtige spirituelle Impulse gebracht

Dekanat Siegen/Erzbistum Paderborn. Mit einem festlichen Gottesdienst ist am Sonntag im Kölner Dom die Fastenaktion 2019 von MISEREOR eröffnet worden. Teilnehmende dieses Gottesdienstes waren auch die über 60 Hungertuchwallfahrer/-innen aus dem Erzbistum Paderborn, die sich von Aschermittwoch an auf den Weg von Olpe nach Köln gemacht haben. Mit dem Hungertuch voran kamen sie in den Ortschaften und Gemeinden mit vielen Menschen in Kontakt und konnten so für die Misereor-Aktion werben. Gleichzeitig gaben ihnen die gemeinsamen Gottesdienste, Gebetszeiten und Impulse während des Pilgerns Gelegenheit, die "Seele baumeln zu lassen".


Unterwegs und auch im Eröffnungsgottesdienst stand bei der diesjährigen Aktion die Situation von jungen Menschen in El Salvador in den Mittelpunkt. Ihr Alltag ist oftmals geprägt von Armut, Arbeitslosigkeit, Gewalt und Kriminalität. Unter dem Motto „Mach was draus: Sei Zukunft“ wirbt MISEREOR um Solidarität mit diesen Menschen und bittet gleichzeitig um Spenden für seine weltweite Projekt-, Lobby- und Advocacy-Arbeit.

MISEREOR-Hauptgeschäftsführer Pirmin Spiegel sagte im Gottesdienst am Sonntag: Mit dem Leitwort unserer Fastenaktion 2019 Mach was draus. Sei Zukunft  laden wir Sie ein, neu in Beziehung zu treten mit Gott, mit sich, mit dem Nächsten, mit der Schöpfung. Vertrauen Sie auf die Leidenschaft Gottes, der uns Zukunft verheißt.“ Die Beispiele aus El Salvador zeigten, dass es Wege für Veränderung gebe – im eigenen Leben und der ganzen Welt. „Die Botschaft der Bibel ermutigt uns, die Gegenwart mitzugestalten. Mitzubauen an einer solidarischen, gerechten und offenen Gesellschaft“, so Spiegel.
Für die Pilgergruppe war es eine große Freude, dass Msgr. Pirmin Spiegel es sich nicht nehmen ließ, sie am Freitagvormittag zu besuchen. Nach der gemeinsamen Eucharistiefeier ist Spiegel zwei Etappen mitgepilgert. Im direkten Gespräch mit ihm konnten viele seinen Enthusiasmus und Optimismus erleben und sich davon anstecken und beflügeln lassen. Umgekehrt hat Spiegel in den Gesprächen manche Anregung und Erfahrung gehört: „ Ich bin gerne mit der Paderborner Gruppe unterwegs“, so Spiegel, „da ist ein gutes Pilgerklima.“.
Begleitet wurde die Pilgergruppe wieder von einem Team des Malteserhilfsdienstes aus Olpe, das sich um Gepäcktransport, Versorgung und Einkäufe kümmert. Im Mittelpunkt steht jedoch die medizinische Ersthilfe bei leichten oder auch schwereren Verletzungen. „Ich bin unseren „Maltis“ sehr dankbar“, so Dekanatsreferent Christoph Schüttler. „Ohne sie wäre eine Wallfahrt in dieser Form nicht möglich. Und, ich kann es gar nicht oft genug wiederholen: Sie machen diesen Dienst ehrenamtlich. Sie sind uns wirklich eine tolle Unterstützung.“

Die_Malteser_sind_immer_rechtzeitig_zur_Stelle-Pause_in_Pütz

Die Malteser sind immer rechtzeitig zur Stelle - Pause in Pütz


Jochen Voß aus Olpe und Christoph Schüttler vom Leitungsteam freuen sich, dass die Malteser ihre Teilnahme auch für das nächste Jahr schon zugesagt haben. Dann wird die Hungertuchwallfahrt nach Erfurt führen, wo am 1. Fastensonntag im dortigen Dom die Fastenaktion eröffnet werden wird. Die Hungertuchwallfahrer aus dem Erzbistum Paderborn werden dann übrigens ein stolzes Jubiläum feiern: Zum 25. Mal werden Pilgerinnen und Pilger dann im Dienst der MISEREOR-Fastenaktion unterwegs sein und mit dem Hungertuch den Einsatz für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung dann in die Städte und Dörfer Thüringens tragen..

Pirmin Spiegel verabschiedet sich von den Pilgern

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