Nachrichten aus dem Dekanat – für das Dekanat

Spiritueller Sommer – ein Oasentag mit Schwester Wasser

Eremitage. Der letzte Freitag im Juni schien wie geplant für einen Tag zum Thema Wasser. Schon beim Ankommen erblickte man vor der Klosterkirche einen Brunnen unter einem Beduinenzelt. Hier sprudelte Wasser belebend für die Füße aber auch frisches kühles Wasser zum Trinken. Im Laufe des Nachmittags gab es immer wieder sehr intensive Gespräche am Brunnenrand mit den 25 Teilnehmern aber auch mit vorbeikommenden Wanderern oder Hospizbesuchern. Hier war ein Ort für franziskanische Wasserlegenden, die die Bedeutung des Weges zur Quelle aufzeigten. Alexandra Podstawa, Mitglied der franziskanischen Gemeinschaft zeigte immer wieder Parallelen zum Leben des Heiligen Franziskus auf.  In der gerne gesuchten Kühle der Kirche gab es Klangmeditationen und ein Lauschen in die Stille. Klangpädagogin Kerstin Skupin verstand es, Wassermelodien zu zaubern.

In der Gartenetage vor dem Eingang zur „Eremitage Franziskus“ gab es die Möglichkeit mit Wasserfarben, mit Unterstützung von Christine Krugmann den Sonnengesang des Heiligen Franziskus zu malen. „Ich habe zuhause einen Farbkasten, ich wusste gar nicht, wie gut mir das Malen tut!“ betonte eine Teilnehmerin. Anderen ist der Sonnengesang neu in das Bewusstsein gekommen. Der menschliche Körper besteht zu etwa 60-65% aus Wasser. Der Wasseranteil ändert sich mit dem Lebensalter von bis zu 85% beim Kleinkind, über 70% beim Erwachsenen und bis hin zu 50% im Alter. Deshalb wurde dem Körper Gutes getan, als sich viele Teilnehmer, zunächst sehr vorsichtig, auf den Barfußpfad im Garten wagten. In den Räumen der „Eremitage Franziskus“ gab es einen künstlichen Flusslauf. Wassergeschichten der Bibel und der verschiedenen Kulturen luden zum Lesen ein. Sprichworte und Bilder rund ums Wasser waren Anstoß zum Nachdenken. Hier wurde die Kostbarkeit des Wassers sehr bewußt. Als beim Abschluss um eine Spende gebeten wurde, kamen 250 € zusammen. Das übertrifft bei Weitem die Kosten des Tages, deshalb können 200 € an ein Projekt der Lichtbrücke e.V. gespendet werden. Mit diesem werden im von Überschwemmungen gebeutelten Land Bangladesh einfache Wasserfilter gebaut, damit Familien und Schulen Arsenfreies Wasser erhalten (www.lichtbruecke.com). Der meditative Gottesdienst begann im Zelt am Brunnen mit dem Teilen der Erfahrungen des Oasentages und der Geschichte von Jesus am Jakobsbrunnen. Den Fragen nach eigenen Sehnsüchten konnte in einer Klangmeditation nachgegangen werden und im Psalmengebet. Als zum Abschluss Eiswürfel verteilt wurden, waren diese eine willkommene Abkühlung und zugleich ein lebendiger Zugang zur Dreifaltigkeit Gottes. Die Teilnehmer kamen aus Lennestadt, Erndtebrück, Wilnsdorf, Netphen, Siegen und wuchsen in recht kurzer Zeit zu einer vertrauten Gruppe zusammen. „Eigentlich hatte ich bei dieser Hitze keine Lust zu kommen, aber es hat so gut getan, den Tag für mich hinplätschern zu lassen.“ Dankte eine Teilnehmerin dem Vorbereitungsteam. Weitere Bilder des Tages mit Schwester Wasser auf www.eremitage-franziskus.de


Bilder: Irmtrud v. Plettenberg



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