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Musik lässt die Seele tanzen - GiG-Festival in Siegen

Dass Musik die Seele tanzen lässt, durften am Wochenende ca. 700 Gäste und Teilnehmende beim 1. GiG-Festival in Siegen erleben und erfahren.

GiG, ein katholisches Musikfestival, steht für "God is good", welches  vor allem den jungen und jung gebliebene Menschen Freude und Schönheit am Glauben und der Kirche vermitteln möchte. Bei sonnigem Wetter brachte Livemusik von Bands aus Irland, den USA, Deutschland und England Stimmung auf das Erfahrungsfeld "Schön und Gut", der Hoppmann Stiftung-Demokratie im Alltag.

Das große und vielseitige Gelände auf dem Fischbacherberg in Siegen, u.a. auch Heimat der Jugendwerkstatt des katholischen Jugendwerkes Förderband, stellte dafür das entsprechende Ambiente und die Hintergrundkulisse zur Verfügung.

Die Gäste des Festivals erlebten, dass Musik mit Leichtigkeit und einer ausgelassenen Stimmung deutlich machen kann, dass Gott wirklich gut ist, jeden von uns liebt und dass Glauben über alle Generationen und Kulturen verbinden kann. Mit dem GiG-Festival soll vermittelt werden, dass Glaube und Kirche auch Freude machen, entgegen allen Negativschlagzeilen, die man über die Katholische Kirche liest.

Das Festival, eine Erfindung von Pater Paulus-Maria Tautz, einem Franziskaner der Erneuerung, wurde zunächst als Gedenkfest für den in Radibor geborenen Seligen Alois Andritzki gefeiert. Dieser war ein katholischer Priester aus dem Bistum Meißen, ein entschiedener Gegner des Nationalsozialismus und wurde im Alter von 29 Jahren im Konzentrationslager Dachau ermordet.

Gegründet wurden die Franziskaner der Erneuerung  vor 30 Jahren in New York. Sie kümmern sich seitdem um die "Ausgestoßenen" der Gesellschaft. Drogensüchtige, AIDS-Kranke, arbeits- und hoffnungslose Menschen sind die Zielgruppe des pastoralen Wirkens der Franziskaner, die inzwischen auch in London und in Nordirland arbeiten und an ihren grauen Kutten zu erkennen sind.

Die Künstlerinnen und Künstler beim ersten GiG-Fest in Siegen gaben zwischen den musikalischen Auftritten auch Zeugnis über ihren persönlichen Lebens- und Glaubensweg, welches sich auch in der ein oder anderen musikalischen Darstellung widerspiegelte. So bringt der Rapper Dominik aus München mit seinem Lied “Dornenkrone” zum Ausdruck, “dass in jeder schweren Phase des Lebens Gott da ist und die Menschen Hoffnung haben können, dass da jemand ist, der hilft”.

Wie kommt ein „GiG-Festival“ nach Siegen?

Die Idee, dieses Event in das Siegerland zu holen, entstand im Team des Dekanats Siegen. Angesteckt von der Begeisterung aus Siegen wurde finanzielle Unterstützung durch das Erzbistum Paderborn zugesagt. Viele Jugendliche sowie junggebliebene Helferinnen und Helfer engagierten sich seit Monaten im Vorbereitungs- und Orgateam. Am Rande des Festivals fanden Familien mit Kindern unterschiedliche Spielmöglichkeiten.

Vom Kinderschminken bis hin zu Riesenseifenblasen reichte das Angebot, was auch viele  Familien auf den Fischbacherberg zog. Verschiedene Organisationen präsentierten im Rahmen „des Marktes der Möglichkeiten“ ihre Angebote an Ständen. So z.B. youngcaritas, die Jugendorganisation des Caritasverbandes, die "Aktion Lebensrecht für Alle" (ALfA e.V.), der BDKJ-Kreisverband Siegen-Wittgenstein, die CityPastoral K³ sowie aus dem Erzbistum der Bistumsfonds für christliche Popularmusik „Sounds go()od“,  die Diözesanstelle Berufungspastoral,  Nightfever Siegen, das Referat spirituell-missionarische Jugendpastoral  und das „Labor Evangelisierung-Entwicklung-Experiment“ 

Vor Ort waren auch die Malteser aus dem Kreisgebiet.

Was GiG bedeuten kann, drückt Organisatorin Marie Scholz, die eng mit Pater Paulus zusammenarbeitet, so aus: “GiG-Festival kann die Kirche in Deutschland wirklich erneuern. Es bringt Freude, es bringt Freiheit. Es macht deutlich, dass Leben und  Glauben sich nicht ausschließen, sondern sich ergänzen und bereichern, und es da keine Trennung geben muss”. Und sie ist überzeugt: “Wir müssen den Glauben auf eine neue Art kennenlernen oder überhaupt erst kennen lernen und die Kirche für junge Menschen öffnen und attraktiver gestalten. Ein Leben mit Gott ist ein reiches, erfülltes Leben mit unglaublichen Möglichkeiten”. Und Pater Paulus ergänzt: “Deutschland braucht Hoffnung. Das GiG-Festival will Jugendliche, junge Erwachsene und Junggebliebene dort abholen, wo sie gerade stehen. Die Kirche muss auch mal Krach machen – laut sein, damit die Menschen sie überhaupt noch wahrnimmt. Mit diesen Lärm versucht das GiG-Festival ein Zeichen zu setzen, mit der Botschaft: Hey, die Kirche ist noch im Dorf. Katholische Kirche ist cool und spricht auch deine Sprache! Komm und traue dich, ihr die Tür zu öffnen” und bring dich mit deinem Glauben in die Kirche ein.