Nachrichten aus dem Dekanat – für das Dekanat

Transitusfeier - Heimgang des Heiligen Franziskus

Vor einem Jahr, am Gedenktag des Heiligen Franziskus, wurde das zwischen Siegen und Wilnsdorf an der B 54 gelegene Geistliche Zentrum “Eremitage Franziskus” von Prälat Thomas Dornseifer, stellvertretendem Generalvikar im Erzbistum Paderborn, eingeweiht. Die Räume unterhalb der ehemaligen Klosterkirche der Klarissen, in unmittelbarer Nähe zum Hospiz Louise von Marillac, bieten seitdem Besucherinnen und Besuchern Gelegenheit zum Auftanken und Innehalten,

zur Begegnung und zur Auseinandersetzung mit Fragen des Glaubens und der Ethik.

Wie bereits im Rahmen der Eröffnungsfeierlichkeiten, lud das Geistliche Zentrum auch in diesem Jahr zur Transitusfeier in die Klosterkirche ein. Zu diesem bewegenden Patronatsgottesdienst hatten sich jüngere und ältere Menschen aus unterschiedlichen Gemeinden und Konfessionen im Dekanat Siegen vor der Klosterkirche versammelt.

Transitus bedeutet „Heimgang, auch Übergang“ und dieser Gottesdienst verbindet mit allen Menschen, die auf den Spuren des Heiligen Franziskus unterwegs sind. Besonders bedacht wurden alle, die im Sterben liegen oder anderes verabschieden. Sehr bewusst überschritten die Teilnehmer die Schwelle in die nur von der Osterkerze erleuchtete Klosterkirche. In Erinnerung an die eigene Taufe entzündete jeder eine kleine Kerze an der Osterkerze und segnete sich mit Weihwasser. So wurde der Kirchenraum in eine mystische Atmosphäre getaucht. In einer Meditation bekamen die Mitfeiernden einen Zugang zum Kreuz von San Damiano, welches normalerweise im Eingang der Eremitage Franziskus hängt.

Sehr beeindruckt waren alle Mitfeiernden vom überraschend gesungenen Sonnengesang in italienischer Sprache. Karlfried Freitag, Mitglied des Beirats der Eremitage Franziskus, hatte sich dieses Ständchen als Geburtstagsüberraschung zum Einjährigen des geistlichen Zentrum überlegt. Irmtrud v. Plettenberg war überwältigt und staunte: „Das ist mein Traum von Kirche, wenn jeder etwas zum Gelingen beiträgt.“

Die Lichtsymbolik wurde weiter vertieft bei den Fürbitten: in Stille brachte jeder sein Licht vor die Kreuzikone. Mit dem Segensgebet für Sterbende und Abschied Nehmende wurde der Gottesdienst abgeschlossen, nicht ohne allen Mitfeiernden zu danken und zum nächsten Abendgebet einzuladen: am 17. Oktober um 19 Uhr im Rahmen des Weltmissionsmonats, der nach dem Wunsch von Papst Franziskus den Getauften in Erinnerung ruft:

Du bist getauft und gesandt, du bist Mission!

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