Nachrichten aus dem Dekanat – für das Dekanat

Ein Zeichen der Hoffnung - Friedenslicht 2020 überwindet Grenzen - trotz Corona

Am dritten Advent in den frühen Abendstunden machten sich nicht nur Christinnen und Christen auf den Weg um nun zum 27.ten Mal das Friedenslicht in Siegen zu erwarten.
Für viele Siegener Christen ist es mittlerweile eine geliebte Tradition geworden das Friedenslicht am dritten Advent in der Kapelle des Marienkrankenhauses in Empfang zu nehmen. Doch in diesem Jahr ist alles anders, ungewiss und unbeständig.

Daher stellte sich in den Anfängen die Frage, ob eine über Jahrzehnte gewachsene Tradition wie die Aussendungsfeier des Friedenslichts über den Haufen geworfen werden kann. Diese Herausforderung nahmen viele Akteure bundesweit an, insbesondere Pfadfinderinnen und Pfadfinder.
„Allzeit bereit“, so das Motto der Pfadfinder, machte es möglich, dass auch 2020 unter sich ständig verändernden Bedingungen ein Netzwerk des Friedens über Ländergrenzen hinweg geknüpft werden konnte. Wie in jedem Jahr hat auch 2020 ein Kind in der Geburtsgrotte in Betlehem das Licht entzündet, welches seinen Weg nach Deutschland gefunden hat.
„Überall erleben wir Grenzen: zwischen Ländern, zwischen Menschen, zwischen Religionen und zwischen Ideologien. Je fester und stärker diese Grenzen ausgeprägt sind, desto schwieriger ist es oft diese Grenzen zu überwinden.“ Doch die Pfadfinder der DPSG St. Michael zeigten am Sonntag, dass mit Hoffnung, und Zuversicht Brücken bauen möglich ist. Beeindruckend mit welchem Engagement die Stämme an einer altbewährten Tradition festgehalten haben und mit viel Mut neue Wege der Übergabe ermöglicht wurden. So entstanden in kurzer Zeit viele neue Orten, wo auch 2020 das Friedenslicht in Empfang genommen werden konnte. Einer davon war die Krönchenstadt Siegen. Die Pfadfinder der DPSG St. Michael haben bei ihrem Auftrag, das Friedenslicht in Dortmund entgegenzunehmen gezeigt, dass Barrieren überwunden werden können, ganz dem Motto der diesjährigen Aktion: „Frieden überwindet Grenzen.“
Es könnte treffender nicht sein. Als ein Zeichen der Hoffnung, ein Symbol zur Verringerung von Distanz in einer besonders herausfordernden Zeit, warteten viele Menschen auf dem Marktplatz auf die Ankunft des Friedenslichts. Aus dem gesamten Dekanat Siegen waren Kinder, Jugendliche und Familien, sowie öffentliche Einrichtungen wie Schulen, Jugendverbände und Beratungsstellen angereist, bereit neue Übergabeorte zu schaffen, sodass sich über den dritten Advent hinaus ein Netz des Friedens spinnen kann.
Die Aussendungsfeier wurde in diesem Jahr von Helga Stark, Damian Sulik (DPSG St. Michael) Juliane Hees-Kolb und Susanne Sprengard organisiert. Barbara Pluemer Kuratin der DPSG führte in die Lichtübergabe ein und rief die Gottesdienstbesucher auf: „Lasst uns eintreten für Frieden, dass wir über die Grenzen der Filterblasen der sozialen Netzwerke hinweg miteinander reden.“ Die musikalische Ausgestaltung wurde von Sängerinnen des Kinder- und Jugendchors Burbach unter der Leitung von Kristina Halbach übernommen und sorgten dadurch für eine besondere Stimmung auf dem festlich beleuchteten Markplatz.
„Das Friedenslicht ist kein magisches Zeichen, das den Frieden herbeizaubern kann, vielmehr erinnert es uns an unsere Pflicht, uns für den Frieden einzusetzen.“ Lassen auch Sie sich von dem Mut und der Zuversicht die Pfadfinder anstecken und geben Sie das Friedenslicht weiter. Das Friedenslicht kann in den Kirchen rund um Siegen bis zu Weihnachten entzündet und weitergereicht werden.

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