Nachrichten aus dem Dekanat – für das Dekanat

Marsch für das Leben - Nachlese

Siegen/Berlin. Unter den 4.500 Teilnehmern beim diesjährigen Marsch für das Leben waren auch Teilnehmer aus dem Sieger- und Sauerland.
Morgens um 4.30 Uhr startete der Bus des Dekanates Siegen in Weidenau, um die rund 30 köpfige Gruppe nach Berlin bringen.  Auf dem Platz des 18. März, direkt vor dem Brandenburger Tor, veranstaltete der Bundesverband Lebensrecht, ein Verein, dem 17 Lebensrechtsgruppen angeschlossen sind, zunächst eine Kundgebung.


Beeindruckt waren die Südwestfalen u.a. von dem Zeugnis zweier junger Frauen: eine Studentin trug einen selbstverfassten, tiefgehenden
Poetry Slam aus Sicht eines Kindes vor der Geburt vor, anschließend wurde Sabina Scherer interviewt, die mit einem Podcast zum Thema „Ein
Zellhaufen spricht über die Abtreibung“ bekannt wurde. Nach weiteren Reden und musikalischen Darbietungen setzte sich der bunte Marsch durch die
Straßen Berlins in Bewegung. Dass diese Kundgebung „die gelungenste ökumenische Veranstaltung“ der Gegenwart ist, wie es der teilnehmende Bischof
von Regensburg, Dr. Rudolf Voderholzer, sagte, zeigte auch die Besetzung der Siegener Gruppe, die aus einer Mischung von freikirchlichen, evangelischen
und katholischen Christen bestand. Zurück am Brandenburger Tor, schloss das Ereignis mit einem ökumenischen Gottesdienst, geleitet vom katholischen Bischof von
Görlitz und dem Leiter der serbisch-orthodoxen Gemeinde von Berlin.
Vorgestellt wurde von der „Jugend für das Leben“ auch das neue Symbol der internationalen Lebensrechtsbewegung (FotoIII),
welches die Füßchen eines Ungeborenen zeigt, umschlossen von menschlichen Händen und mit einem Herz versehen.
„Dies Veranstaltung hat wieder gezeigt, warum es sich lohnt, für das Lebensrecht auf die Straße zu gehen“, ist der Siegener Dechant Karl-Hans Köhle, der unter den Marschieren war,
überzeugt und konnte Papst Franziskus zitieren. Es sei wissenschaftlich erwiesen, dass das Herz des Embryos im Alter von vier Wochen zu schlagen beginnt
und in der 10. Woche ebenso vollständig ausgebildet sei wie die Füßchen und die Hände des Ungeborenen. „Biologisch gesehen ist das ungeborene Kind Mensch von Anfang an,
es entwickelt sich nur weiter, danach kommt nichts wesensprägendes hinzu“, so Köhle. Auch an die Situation von Leidenden am Lebensende wurde in Berlin erinnert.
Hier stehe man in der Pflicht, zu unterstützen, damit diese Menschen „nicht durch die Hand, sondern an der Hand eines Menschen sterben“ könnten.
Kurz nach Mitternacht erreichte der Bus Siegen, und die Teilnehmer waren froh und dankbar über einen ereignisreichen Tag voller Begegnungen.

FOTO I: Südwestfalen beim MfdL

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