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Kirche auf dem Weg für Frieden und Gerechtigkeit - Hungertuchwallfahrer in Freiburg angekommen

Paderborn/Siegen/Olpe/Freiburg. Durch den Breisgau, im Südwesten Baden-Württembergs, zogen die Hungertuchwallfahrerinnen und – wallfahrer aus dem Erzbistum Paderborn nach Freiburg, wo am 1. Fastensonntag die MISEREOR-Fastenaktion eröffnet wurde.

 „Sie haben mit Ihrem Pilgerweg ein Zeichen gesetzt für Klimagerechtigkeit und Frieden“, begrüßte Freiburgs Erzbischof Stephan Burger die Wallfahrer bei ihrer Ankunft.

Burger, zugleich auch Vorsitzender der für MISEREOR zuständigen Entwicklungskommission der deutschen Bischöfe, stand auch dem von der ARD übertragenen Gottesdienst zur Eröffnung der Fastenaktion im Freiburger Münster vor.

„Mag der Krieg in der Ukraine in unserem Denken und Fühlen auch das beherrschende Thema sein, so richten wir heute dennoch ganz bewusst unseren Blick auf die weltweite Not“, betonte der Erzbischof in seiner Predigt.

Der Wunsch nach Frieden für die Ukraine sowie der Blick auf Klimagerechtigkeit weltweit waren auch die beherrschenden Themen der Impulse, Gespräche und Gottesdienste, welche die fünftägige Hungertuchwallfahrt prägten.

Die Wallfahrerinnen und Wallfahrer erlebten unterwegs in den Gemeinden und Orten die beeindruckende badische Gastfreundschaft. Übernachtet wurde in Sporthallen und Pfarrheimen.

Msgr. Pirmin Spiegel, Hauptgeschäftsführer von MISEREOR, wanderte eine halbe Tagesstrecke mit der Gruppe und dankte für den Einsatz. „Die Tatsache der globalen Armut und die verheerenden Folgen des Klimawandels sind für Sie in diesen Tagen wieder Motivation, sich auf den Weg zu machen, dafür einen herzlichen Dank!“, sagte er im Rahmen einer in aller Frühe gefeierten Eucharistiefeier in Waltershofen.

Beeindruckt waren die Pilger auch von Kardinal Oswald Garcias, Erzbischof von Bombay und Vorsitzender der indischen Bischofskonferenz. In großer Demut und Einfachheit berichtete es vom Kampf um Gerechtigkeit in seinem Land. Die Künstlerin Lilian Moreno Sanchez wiederum, die das aktuelle Hungertuch schuf, erzählte den Pilgernden von den Unruhen in ihrer chilenischen Heimat, die zum Motiv dieses Werkes führten, welches in dieser Fastenzeit in zahlreichen Kirche zu sehen ist und die Wallfahrer auf ihrem Weg als Aushängeschild für den Kampf um Frieden und Gerechtigkeit mittrugen.

Für die Teilnehmenden an der Hungertuchwallfahrt 2022, die am Aschermittwoch begann, war die Aktion wieder ein willkommener Einstieg in die österliche Bußzeit, bei der Körper, Geist und Seele gefordert, aber auch gestärkt wurden.

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