„Ein Beispiel diakonischen Handelns“

Josefstag 2015: Dr. Michael Bredeck besucht Initiativen des Jugendwerks Förderband Siegen-Wittgenstein e.V.

Anlässlich des heutigen Josefstags bekamen Vertreter der katholischen Kirche und Jugendverbandsarbeit am Mittwoch Einblicke in die praktische Jugendsozialarbeit und einen Integrationsbetrieb in Siegen. Bei einem Besuch zweier Initiativen des Förderbandes Siegen-Wittgenstein e.V. schritten Dr. Michael Bredeck, Leiter des Projekts Bistumsentwicklung im Erzbistum Paderborn und BDKJ-Diözesanvorsitzender Sebastian Koppers auch selbst zur Tat und beteiligten sich an den Handwerksarbeiten in der Jugendwerkstatt des katholischen Jugendwerks.

Der Besuch führte die Gäste zunächst in das „Kochwerk“, dem Bistro am Berufskolleg für Wirtschaft und Verwaltung in Siegen. In diesem ersten Integrationsbetrieb der Region bietet das Förderband jungen Erwachsenen ganz neue Perspektiven. Neun Menschen, viele von ihnen mit Handicap, finden hier ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis. Die Jugendwerkstatt für Jugendliche von 15 bis 27 Jahren auf dem "SCHÖNUNDGUT Erfahrungsfeld Fischbacherberg" bietet hingegen einen Erfahrungsraum, unter anderem in den beruflichen Feldern Holz und Metall, eine schulische Förderung und hilft bei der Jobsuche.

„Es ist beeindruckend, wie jungen Menschen hier eine neue Perspektive aufgezeigt wird“, sagte Dr. Michael Bredeck während seines Besuchs. Zuvor hatte er gemeinsam mit einer Gruppe Jugendlicher einen Holzzaun auf dem Gelände errichtet und sich über deren Erfahrungen in der Werkstatt informiert. Auch BDKJ-Diözesanvorsitzender Sebastian Koppers und Helmut Angst, Mitglied des Diözesankirchensteuerrats, beteiligten sich an den Arbeiten und bauten mit den Jugendlichen Bänke aus Holz und Stahl. Im anschließenden Gespräch mit Mitarbeitern des Förderbandes kam auch die Bistumsentwicklung zur Sprache. So wurde sich über die Herausforderungen und Chancen des neuen Zukunftsbildes ausgetauscht – mit besonderem Blick auf die Projekte des Förderbandes in Siegen. Die Jugendwerkstatt sei beispielhaft für ein diakonisches Handeln in den Initiativen, Gemeinden und Einrichtungen des Erzbistums, so das Fazit Bredecks.

Die Jugendsozialarbeit in katholischer Trägerschaft ist besonders in Gebieten der Diaspora nicht nur Unterstützer und Ansprechpartner für benachteiligte Jugendliche, sondern auch oft deren einziger Zugangspunkt zur Kirche. „Wir sind das katholische Gesicht in der Region“, erklärt Matthias Vitt, Leiter des Förderbandes. Es sei in der Jugendsozialarbeit sehr wichtig, jungen Menschen in ihrer Lebenswelt zu begegnen. Die Kirche gehöre in Siegen leider nicht immer dazu, so Vitt, der mit seinem Team aus multiprofessionellen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auch weiterhin individuelle Unterstützung für Jugendliche in der Region leisten möchte.

Rund um den Josefstag am 19. März laden Einrichtungen der Jugendsozialarbeit in katholischer Trägerschaft bundesweit Entscheidungsträger aus Kirche und Politik zu Begegnungen ein. In diesem Jahr steht der Aktionstag unter dem Motto „ausBILDUNG – Jugend braucht Perspektiven“ und rückt junge Menschen in den Vordergrund, die mehr denn je von guten Bildungs- und Ausbildungsabschlüssen abhängig sind. 

 

Vor der Jugendwerkstatt Siegen (v.l.): Dietmar Vitt, Matthias Vitt, Helmut Angst, Dr. Michael Bredeck, Sebastian Koppers, Bernd Zimmermann, Jens Lübbe

Vor der Jugendwerkstatt Siegen (v.l.): Dietmar Vitt, Matthias Vitt, Helmut Angst, Dr. Michael Bredeck, Sebastian Koppers, Bernd Zimmermann, Jens Lübbe

 

 

3.	Sebastian Koppers hilft beim Bau einer Bank in den Werkräumen der Jugendwerkstatt Siegen

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