Kompakt

KOMPAKT - die Fortbildungsreihe schaut bereits auf eine sehr lange Tradition zurück. Seit Jahrzehnten schon wird dieses Format in abgewandelter Form für Jugendleitende in der kath. Jugendarbeit angeboten. KOMPAKT als Branding der katholischen Jugendarbeit im Dekanat Südsauerland und Siegen. Dass das Fortbildungsangebot immer wieder auf ein hohes Interesse stößt, davon zeugten auch die Anmeldezahlen in diesem Jahr. Ca. 100 Jugendliche kamen in die Jugendfreizeitstätte der Stadt Siegen.

Eine breite Angebotspalette wurde unter der Federführung des BDKJ´s Siegen-Wittgenstein und Olpe sowie den Nachbardekanaten südliches Sauerland und Siegen zusammengestellt. Insgesamt konnte zwischen 13 halbtägigen und 2 ganztägigen Workshops gewählt werden.  Von K wie kreativ und künstlerisch über o wie ökologisch, P wie politisch bis hin zu T: traditionell etabliert. Traditionell und etabliert sind schon seit einigen Jahren die Präventions- und Erste Hilfe Schulungen, ein Must have in der katholischen Jugendarbeit. Beide Workshops stießen bei den Beteiligten auf großes Interesse. So wurden nicht nur theoretische Kenntnisse zur ersten Hilfe wie auch Prävention vermittelt, sondern die Anwesenden durften sich in verschiedenen Übungen praktisch ausprobieren und reflektieren.  Trotz der anspruchsvollen und intensiven Zeit wurden beide Workshops in der abschließenden Umfrage als sehr gut bewertet.

Graffiti in Theorie und Praxis versprach was im Flyer zu lesen war. So vermittelte Hans Reinhard Meise die Kunstform Graffiti und zeigte auch, welche Haltung mit der Praxis einhergeht. Hoch motiviert wurde der komplette Prozess von Entstehung bis hin zum Kunstobjekt durchlaufen. Erste Entwürfe wurden skizziert und wieder verworfen bis gegen Ende Gruppenarbeiten an den Außenwänden der Blue Box verewigt werden konnte.

Politisch und am Puls der Zeit waren dann die Workshops „Projects for Future“, „Social Media – Fluch und Segen“ sowie Argumentationstraining gegen rechte Parolen, die bei den Jugendlichen auf großes Interesse stießen. David Sandfort aus dem Jugendbildungshaus von Lennestadt zeigte in seinem Kurs, dass wir die Welt nicht retten können ohne dass wir uns an gewisse Spielregeln halten. Er stellte dar, wo wir selbst im Alltag aktiv werden können und wie sich ökologische Projekte in den Gruppenstunden realisieren lassen. Esther Göcker und Martin Berens beschäftigten sich mit Cybermobbing. Eine Welt ohne Whats App& Co heute kaum noch vorstellbar. Termine werden heut zu Tage über Plattformen wie Whats-App, Telegram, Instagramm, usw. organisiert. Kaum eine Gruppenstunde kommt noch ohne Social Media aus. Doch hat auch Social Media wie jede Medaille zwei Seiten. Fluch oder Segen? So wurden im Plenum Pro und Contra der digitalen Entwicklung aufgezeigt und u.a. über das Phänomen von Cybermobbing informiert. Also stand in dieser Zeit nicht nur die Anwendung der Smartphones im Vordergrund. Viel mehr fand eine Auseinandersetzung mit den Gefahren und Risiken statt.

Großen Zulauf hatte das Fortbildungsangebot von Ingrid Steinmann Berns von ARIC-NRW. Was können wir gegen menschenverachtende Parolen unternehmen? So zeigte die Referentin Merkmale und Kennzeichen von Stammtischparolen auf. Meistens kommen Stammtischparolen plötzlich und unerwartet, sodass wir im Nachgang erst das eigene Verhalten reflektieren.  Auch werden wir auch im Alltag in unserem direkten sozialen Umfeld von Stammtischparolen nicht verschont. Im Workshop durften sich die Teilnehmenden in Rollenspielen im Umgang mit Stammtischparolen ausprobieren. Die Referentin stand mit praktischen Tipps und Strategien zur Seite. Ziel des Workshops war die Sensibilisierung für menschenverachtende Äußerungen und die Entwicklung eines Handlungsrepertoires, sodass die Teilnehmenden im Umgang mit rassistischen Äußerungen gewappnet sind und nicht nur „Paroli“ bieten können.

 Das Katholisch nicht immer gleich langweilig und Spiritualität auch begeistern kann durften die Teilnehmenden im Workshop „Kann Spiritualität cool sein?“ Diese Frage stellte Patrick Kaesberg und überzeugte mit neuen Gottesdienstformen, verschiedenen Formen von Spiritualität und verschiedenen Gebetshaltungen, die die Teilnehmenden auch während des Workshops selbst ausübten. In welchem Zusammenhang Musik und Spiritualität stehen, zeigte sich am Nachmittag. Dass gerade Musik eine zentrale Säule im Leben von Jugendlichen spielt, davon werden wir im Alltag immer wieder Zeugen. Doch das Musik auch eine zentrale Bedeutung gerade für Spiritualität haben kann, zeigte sich im Workshop „Worship, Lobpreis und Co“. Produktiv und motiviert, wurde sich dem Thema über biblische Grundlagentexte genähert. Darüber hinaus wurden Einsatzmöglichkeiten von Worshipmusik thematisiert und auch auf die Gefahren von Worship und Lobpreis aufmerksam gemacht. Beim Abschluss präsentierte die Truppe unter Alexander Sieler, „Our  God is greater“ und ernteten dafür einen Applaus . “Musik lässt die Seele tanzen“.  Genau war zum Abschluss eines langen Workshoptages spürbar.