Hilfe durch Dich - Engagement für die Kleiderkammer

Hilfe durch Dich – die herzlichste Formel der Welt

Ehrenamtlich aktiv in der Caritas

Siegen-Wittgenstein. Gibt es sie - die „herzlichste Formel der Welt“? Ja, sagt die Caritas. Denn jeder, der sich für seine Mitmenschen einsetzt, macht die gleiche erstaunliche Erfahrung: Verschenkte Liebe kommt im Quadrat zurück!

Im Rahmen der Caritas – Mitgliederwerbe- und Imagekampagne will der Caritasverband Siegen-Wittgenstein e.V. in den kommenden Monaten, konkrete caritative Ehrenamtsprojekte aus dem Dekanat Siegen in der Öffentlichkeit vorstellen. Monatlich wird hierzu ein Artikel in der lokalen Presse erscheinen. Im Februar wird das Engagement in den Caritas-Kleiderstuben im Dekanat Siegen vorgestellt.

Caritas-Kleiderstuben im Kreis Siegen-Wittgenstein

Die fünf Caritas-Kleiderstuben im Kreis Siegen-Wittgenstein werden von ehrenamtlichen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen aus den Caritaskonferenzen der Kath. Kirchengemeinden Kreuztal/Krombach, Freudenberg, Irmgarteichen, Netphen und ökumenisch in Hilchenbach-Dahlbruch betrieben.

In den Kleiderstuben werden gespendete Kleidungsstücke gegen ein geringes Entgelt an die Kunden abgegeben.  Hierzu werden Kleiderspenden aus der Bevölkerung, manchmal auch fehlerhafte Artikel aus der Industrie gesammelt.

Zwar bieten die Kleiderstuben nicht immer die allerneuesten Trends, aber was angeboten wird, hat Schick und kann sich sehen lassen. Das Sortiment ist groß: gut erhaltene modische sowie eher zweckmäßige Kleidung von der Unterwäsche bis zum Mantel, vom Schuh bis zum Hut; aber auch Haushaltsartikel, Bettwäsche, Spielsachen und Kinderbedarfe, werden in den Kleiderstuben angeboten – auf alle Fälle ist für Jedermann, ob Jung oder Alt, etwas dabei.

Mit dem Erlös aus den Einnahmen unterstützen die Caritasmitarbeitenden wiederum andere soziale Anliegen, wie z.B. die Ausgabe von Lebensmittelgutscheinen. Die Kleiderstuben haben jeweils eigene Öffnungszeiten. Informationen erhalten Interessierte beim Caritasverband Siegen-Wittgenstein unter der Telefonnummer 0271 / 23 602 18.

Exemplarisch berichten heute Gabriela Wiechert und Anette Fath von ihrem Engagement in der Kleiderstube Kreuztal. Im Gespräch erzählen sie, wie sie zu ihrer Aufgabe gekommen sind, warum sie sich ehrenamtlich engagieren und was das Besondere an ihrem Ehrenamt ist.

Interviewerin: „Wie sind Sie zu Ihrer Aufgabe in der Kleiderstube gekommen?“

Gabriela Wiechert: Ich engagierte mich schon seit vielen Jahren ehrenamtlich in der Pfarrgemeinde St. Johannes Baptist Kreuztal; zunächst in der Krabbelgruppe, dann in der Erstkommunion- und Firmvorbereitung der Kinder, später auch im Pfarrgemeinderat.                  In der Caritas-Kleiderstube engagiere ich mich seit Anfang 2015. Damals wurde die Kleiderstube, nach einer kurzen Unterbrechung, in den Gemeinderäumen der Kath. Christus-Erlöser-Kirche am Fuße der Fritz-Erler-Siedlung mit einem fast komplett neuen Ehrenamtsteam wieder eröffnet.

Anette Fath: Ich bin ebenfalls seit vielen Jahren in der Pfarrgemeinde aktiv und wurde dann von Frau Wiechert persönlich angesprochen, ob ich mir eine Mitarbeit in der Caritas-Kleiderstube vorstellen könne. Die persönliche Ansprache war bei mir ausschlaggebend; bereut habe ich mein Engagement bisher noch nicht. Die Arbeit macht viel Freude.

Interviewerin: „Können Sie etwas über das Projekt Caritas-Kleiderstube in Kreuztal erzählen?“

Gabriela Wiechert: Die Caritas-Kleiderstube in Kreuztal existiert jetzt seit 25 Jahren. Am 10. März 2018 feiern wir das Jubiläum, mit einem kleinen Festakt und einem Nachmittag der offenen Tür in den Gemeinderäumen der Christus-Erlöser-Kirche.                                       

Der große Zustrom von Aussiedlern und Flüchtlingen in den 90iger Jahren, war der Anlass für die Einrichtung einer Caritas-Kleiderstube in Räumen der Stadt Kreuztal.  Im Jahr 2014 mussten die Räumlichkeiten jedoch aufgegeben werden. Die Kleiderstube wurde damals zunächst geschlossen. Als Pfarrgemeinderat war es uns aber wichtig, dass wir die Caritas-Kleiderstube behalten wollten, weil die Kleiderstube ein Projekt ist, mit dem wir als Kirche auch nach außen hin sichtbar sind. Wir haben dann, zusammen mit der Caritaskonferenz St. Ludger und Hedwig Krombach und der Caritaskonferenz St. Johannes Baptist Kreuztal, relativ schnell ein neues MitarbeiterInnen-Team gegründet, so dass wir die Kleiderstube am 03. März 2015 wieder eröffnen konnten.

Interviewerin: „Wie oft ist die Kleiderstube geöffnet und woher bekommen Sie die Kleidung?“

Annette Fath: Derzeit arbeiten 20 Ehrenamtliche in 4 Teams mit. Die Öffnungszeiten sind dienstags von 10.00 – 12.00 Uhr und donnerstags von 14.30 – 16.30 Uhr. In diesen Zeiten können, neben der Kleiderausgabe, auch Kleiderspenden in gut erhaltenem Zustand abgegeben werden. Die Kleiderspenden werden von den Ehrenamtlichen gesichtet und nach Sommer- und Winterkleidung sortiert. Kleidung, die nicht ausgegeben werden kann, wird an das Ketteler-Cardijn-Werk in Olpe zur Weiterverwertung abgegeben.

Interviewerin: „Gibt es etwas, was Ihnen besonders gut gefällt an Ihrem Engagement.“

Anette Fath: Besonders gefreut habe ich mich darüber, dass wir für unser Ehrenamts-Team eine Syrerin und eine Russland-Deutsche gewinnen konnten, die unsere Kundinnen sind, sich aber auch ehrenamtlich in der Kleiderstube engagieren. Durch ihre Sprachkompetenzen sind beide Frauen eine Bereicherung für die Arbeit in der Kleiderstube.

Gabriela Wiechert: Neben der Kleiderausgabe ist die Kleiderstube auch ein Kontakt- und Begegnungstreff. Ausländische und deutsche MitbürgerInnen kommen miteinander in Kontakt, sprechen miteinander und tauschen sich aus. Mir gefällt, dass ich mit meinem Engagement, mit den Menschen in Kontakt komme und gleichzeitig etwas Praktisches tun kann.

Anette Fath: Ein Beispiel ist auch das junge Ehepaar, das auf der Flucht ein Baby bekommen hatte und in der Kleiderstube nach einem Kinderwagen fragte. Wir haben dann herumtelefoniert und einen Kinderwagen gefunden. Nachdem das Kind älter geworden war und den Kinderwagen nicht mehr brauchte, haben die Eltern uns den Kinderwagen (frisch gereinigt) wieder zurück gebracht, um ihn an andere Bedürftige weiterzugeben.

Interviewerin: „Was wünschen Sie sich für Ihr Engagement?“

Anette Fath: Ich wünsche mir, dass das ehrenamtliche Engagement in einem Handlungsbereich auf mehrere „Schultern“ verteilt würde. Wenn sich Viele im caritativen Ehrenamt engagieren, ist der Zeitaufwand für den Einzelnen besser leistbar.

Gabriela Wiechert: Ich denke, dass die Bereitschaft für ein ehrenamtliches Engagement bei vielen Mitbürgern gegeben ist. Bei der Ansprache für ein ehrenamtliches Engagement in der Kleiderstube, war ich positiv über die Bereitschaft zur Mitarbeit überrascht. Manche brauchen vielleicht einfach nur mal einen Anstoß und eine Gelegenheit.

Interviewerin: Das ist ein gutes Schlusswort. Vielen Dank für das Gespräch.

Das Interview führte Iris Dittmann vom Caritasverband Siegen-Wittgenstein e.V.

Interesse geweckt?

Weitere Informationen gibt es:

Caritasverband Siegen-Wittgenstein e.V.

Häutebachweg 5

57072 Siegen

www.caritas-siegen.de oder www.hilfe-durch-dich.de

Telefon: 0271/23602-18  

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