Der Kammerchor Weidenau führt am 30. Oktober ein besonderes Werk auf, das erstmalig in Siegen erklingt: das „Stabat Mater“ von dem zeitgenössischen Komponisten Karl Jenkins (*1944).

Jenkins nutzt in seinem „Stabat Mater“, das er 2008 komponiert und uraufgeführt hat, nicht nur traditionelle Stilmittel der Klassik, sondern auch ein weltumspannendes Musik-Vokabular von ethnischen Klängen verschiedenster Kulturkreise. Außer dem lateinischen Text des mittelalterliches Gedichtes „Stabat Mater“, das den Schmerz der Mutter Jesu um ihren verstorbenen Sohn beschreibt, erscheinen auch alte biblische Texte auf hebräisch, griechisch, aramäisch (der Sprache Jesu) und englisch und so wird ein Bogen gespannt zwischen alt und neu, zwischen Orient und Okzident. Die Besetzung von Stabat Mater enthält alte Instrumente und Tonarten aus dem Nahen Osten/Heiligen Land: Schlagzeug wie Darabuca, Def, Doholla und Riq, das Doppelblatt-Holzblasinstrument Ney und neben westlicher Harmonien auch orientalische Skalen.

Neben dem Kammerchor Weidenau und der Camerata Instrumentale Siegen unter der Gesamtleitung von DKM Helga Maria Lange wirken als Solisten mit: Başak Ceber (Alt-Solo und ethnisches Solo), Murat Cakmaz (Ethnische Flöte/Ney), Thomas Kässner und Stephan Schott (Percussion) und Dieter Moers (Orgel). Wegen der Innenrenovierung von St. Joseph wird das Konzert nach St. Michael, Kampenstraße 46, Siegen verlegt. Eintrittskarten (15 €, erm. 12 €) sind an der Abendkasse in St. Michael erhältlich.