mit der selten zu hörenden Kombination von Violoncello und Orgel erlebten die Besucherinnen und Besucher am 2. Sonntag im Februar mit dem Cellisten Andrei Ioniță und dem Organisten aus der evangelischen Stadtkirche Hilchenbach Jens Schreiber.
Auch die solistischen Beiträge überzeugten: Jens Schreiber stellte zu Beginn der Matinée mit der Sonatina von Christian Ritter seine stilistische Sicherheit und sein Gespür für transparente Registrierung unter Beweis. Der aus Bukarest stammende, international gefeierte Konzert-Cellist Andrei Ioniță, der zudem seit einem Jahr Musikprofessor an der Musikhochschule Köln ist, faszinierte mit dem Präludium aus der 1. Suite G-Dur von Johann Sebastian Bach durch natürliche Phrasierung und klangliche Differenzierung. Das Capriccio G-Dur von Joseph Dall’ Abaco brachte er mit virtuoser Eleganz und lebendigem Gestus zur Geltung.
Der zweite Satz aus Beethovens 7. Sinfonie in einem Arrangement für Cello und Orgel entfaltete seine ganze lyrische Tiefe. Die berühmte, schreitende Melodik wurde von Ioniță mit warmem Ton und großer Ruhe gestaltet, während Schreiber an der Orgel einen tragfähigen Klangteppich schuf. Hier zeigte sich das gute Zusammenspiel der beiden Musiker, die sensibel aufeinander hörten und musikalische Spannungsbögen gemeinsam formten.
Im ersten Satz von Haydns Cellokonzert in C-Dur brillierte Ioniță mit technischer Souveränität, klarer Artikulation und spielerischer Leichtigkeit. Die Orgelbegleitung verlieh dem Werk eine besondere Farbigkeit und ließ bekannte Passagen in neuem Licht erscheinen.
Ebenso berührend gelang das Arioso aus Bachs Kantate BWV 156, das mit innigem Ausdruck und sanglicher Linienführung gestaltet wurde.
Der große Publikumszuspruch und der begeisterte Applaus am Ende der Matinee spiegelten die rundum gelungene Darbietung wider.
Helga Maria Lange