Mit einer außergewöhnlichen Orgelmatinee entführte Christian Behrens die zahlreichen Zuhörerinnen und Zuhörer in die Welt der Filmmusik. Statt barocker Meisterwerke standen Bearbeitungen bekannter Filmmusiken auf dem Programm. Unter dem Titel „Orgelbearbeitungen von Filmmusik“ erklangen bekannte Melodien aus Kino-Klassikern und modernen Filmerfolgen auf der Orgel.
Den Auftakt bildete Howard Shores „In Dreams“ aus der Verfilmung von Der Herr der Ringe. Die lyrischen Melodien dieses Stücks brachte Christof Behrens auf der Orgel eindrucksvoll zur Geltung. Es folgte eine freie Improvisation über das bekannte Lied „Amazing Grace“, die die zeitlose Schönheit dieser Melodie eindrucksvoll zur Geltung brachte.
Besonders berührend erklang Ennio Morricones „Gabriel’s Oboe“ aus dem Film The Mission. Die sangliche Melodieführung und die fein abgestimmten Registrierungen verliehen dem Werk eine große emotionale Tiefe.
Mit „Test Drive“ aus dem Animationsfilm Drachenzähmen leicht gemacht von John Powell wechselte die Stimmung: Rasante Passagen und virtuose Läufe ließen die Dynamik und Farbenvielfalt der Mebold-Orgel in St. Joseph eindrucksvoll hervortreten.
Einen Kontrast setzte Ludovico Einaudis „Experience“. Die sich stetig entwickelnden Klangfarben entfalteten auf der Orgel eine ganz eigene Wirkung.
Für besondere Aufmerksamkeit sorgten die Themen „One Day“ und „He’s a Pirate“ aus Hans Zimmers Musik zu Fluch der Karibik. Die markanten Melodien erwiesen sich als ideal für die orchestralen Möglichkeiten der Orgel und wurden von Christian Behrens entsprechend effektvoll umgesetzt.
Den festlichen Abschluss bildete John Williams’ „The Throne Room“ aus Star Wars. Mit majestätischem Klang setzte das Werk einen glanzvollen Schlusspunkt unter eine abwechslungsreiche Matinee.
Das Publikum dankte mit herzlichem Applaus für ein Programm, das eindrucksvoll zeigte, wie überzeugend Filmmusik auf der Orgel wirken kann. Die gelungene Verbindung von Kinoklassikern, moderner Filmmusik und der einzigartigen Klangwelt der Orgel machte diese Matinee zu einem besonderen Konzerterlebnis.
Text und Foto ©Dr. Wolfgang Hein