insbesondere durch die Erklärung Nostra Atetate von 1965, ist es zu einer grundlegenden Wende im Verhältnis von Katholischer Kirche und Judentum gekommen. Die Juden seien „die älteren Geschwister im Glauben“, zitierte Dechant Karl-Hans Köhle Papst Johannes Paul II. Die Vorstandsmitglieder, bestehend aus einer Katholikin, einem evangelischen Pfarrer und einem Juden, stellten die beeindruckende Arbeit der Gesellschaft vor. Mehr als 80 Christlich-Jüdische Gesellschaften gebe es inzwischen in Deutschland. Im gemeinsamen Fokus stehe der Kampf gegen Antisemitismus, der Dialog und das geschwisterliche Zusammenwirken, waren sich alle Teilnehmenden einig.
Nach dem Austausch besuchte man noch das „Aktive Museum“ in der Siegener Oberstadt. Hier, am Ort der am 10. November 1938 abgebrannten Synagoge, befindet sich ein Museum zur Geschichte des Judentums in der Region.